Das Ende des Zivildienstes

Tja, am Freitag, den 13.05.2011 (welch ein Unglücksdatum :) ), war es soweit: Ich wurde aus dem Zivildienst entlassen. Schade eigentlich, denn es hat mir meistens doch recht viel Spaß gemacht.

Was hab ich denn überhaupt getan? Als ich anfing, wurde ich zuerst mit den ganzen Strukturen und den Umgang mit älteren Menschen vertraut gemacht. Auch ein bisschen was über medizinische Hintergründe z.B. bei Demenz oder Parkinson wurde mir erzählt.
Der Tagesablauf war, um den älteren Menschen eine Struktur zu geben, jeden Tag gleich. Beginnend mit Frühstück und Zeitunglesen, über Gymnastik, Zwischenmahlzeit, Spielen, bis zum Mittagessen, Mittagsruhe, Nachmittagskaffee sowie Gehirnjogging war jeden Tag alles dabei.

Es ging nicht lange, da hatte man einen vertrauten Umgang mit den Oldies. Die einen schloss man mehr ins Herz, andere nicht ganz so doll. Wie das eben so ist, wenn man auf neue Leute trifft. Bei den Mitarbeitern trifft das nicht ganz zu, da waren durch die Bank weg alle einfach nur super. Die Atmosphäre untereinander entsprach einer kleinen Familie, durch die ich (fast) jeden Tag gerne zur Arbeit gegangen bin.

Beim täglichen Miteinander lernte man die älteren Damen und Herren auch recht schnell gut kennen und wusste, wer welche Spiele oder Essen bevorzugte. So gab es welche, die beim Bingo fast jedes Mal gewannen oder andere beim Mensch Ärger Dich Nicht. Für mich war es jedoch am Schönsten, wenn ich eine Biografie mit einem der Älteren ausfüllen durfte. Man erfuhr so unglaubliche viele Sachen, wie der Betreffende seine Kindheit erlebt hat, was ihn geprägt hat, was ihm heute nicht so gefällt und natürlich, dass früher vieles besser war. ;-) Ich hab sehr gerne zugehört.

Eierfangmaschine

Eierfangmaschine

Klasse waren natürlich auch die drei Zivildienstseminar. Vor allem die zwei Wochen in Rastatt waren große Klasse. Man lernte nette neue Leute kennen, die Teamer waren durch und durch kompetent, lustig und sehr nett. Durch verschiedene Präsentationen und Gruppenarbeiten erfuhr man einiges über den Umgang mit alten Menschen, der Pflege, der Medizin, der Krankheiten. Selbstexperimente, wie man sich z.B. als Blinder durch die Welt bewegen kann sowie Spaßexperimente, z.B. aus verschiedenen Materialien eine Eierfangmaschine zu bauen, war alles mit dabei.

Kreativbild zum Thema, ob der Mensch eher gut oder böse ist.

Kreativbild zum Thema, ob der Mensch eher gut oder böse ist.

Die Woche in der Zivildienstschule war auch ganz nett. Dort wurden verschiedene Seminare angeboten. Ich belegte ein Seminar über das Dasein als Individuum und das Leben miteinander. Dabei ging es um und selbst und wie andere uns wahrnehmen. Das ganze hatte einen kleinen psychologischen Touch, wobei mit der Transaktionsanalyse auch ein Schritt in Richtung Psychologie gemacht wurde. Auch hier finden verschiedene Gruppenarbeiten statt, unter anderem zum Thema, ob der Mensch von Grund auf eher gut oder böse sei.

Die andere Seite des Zivildienstes war – wer hin und wieder auf mein Portfolio schaut, wird es sicher schon gesehen haben – die Erstellung der Internetseite meiner Dienststelle. Als Anfangs nur von einer kleinen Seite die Rede war, dachte ich, dass ich nicht arg viel Zeit benötige, doch wie es nun mal so ist, kam immer mehr dazu, so dass die Erstellung ein Viertel meiner Zivi-Zeit verschlang.

Alles in allem kann ich sagen, dass der Zivi eine schöne Zeit war und es eigentlich schade ist, dass der Zivildienst komplett weg fällt.

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