Nach 13 Jahren geht es zu Ende

Vor knapp 13 Jahren war es soweit: Ich wurde eingeschult. Die Grundschule verlief recht unspektakulär. Nach vier Jahren Schule musste ich mich entscheiden: Hauptschule, Realschule oder Gymnasium. Möglich wäre alles gewesen. Entschieden hab ich mich für die Realschule, welche ich nach sechs Jahren mit einem Schnitt von 1,7 abgeschlossen habe. Nach ein bisschen hin und her entschied ich mich doch noch, auf’s Gymnasium zu gehen: nach Offenburg in die Friedrich-August-Haselwander Schule. Fachrichtung war das informationstechnische Gymnasium. Trotz Fachrichtung ist es ein allgemeines Abitur und kein Fachabitur.

Das erste Jahr lief wunderbar. Neue Freunde, neue Lehrer, neue Fächer. Nach der doch etwas zähen Realschule, war der Unterricht in der neuen Schule ein purer Genuss. Auch das zweite Jahr verlief ganz in Ordnung, doch gegen Ende passierte etwas, worüber ich mich heute noch ärgern könnte: Ich fiel in ein ziemliches Motivationsloch, dass ziemlich lange in die 13. Klasse anhielt. Warum? Ich weiß es nicht, sonst hätte ich es geändert. Viele Sachen, die man sich vorher aufgebaut hat, waren wieder bei Null angelangt. Würde ich in der Zeit zurückreisen können, würde sowas nicht passieren. Aber aus Fehlern soll man ja bekanntlich lernen.

Und heute? Tja, heute ist das Deutschabitur. Den heutigen Abiturienten wünsche ich natürlich ganz viel Glück und drücke feste die Daumen. Ich gehöre noch nicht dazu, hab mich für das Englisch-Abi entschieden, welches morgen stattfindet. Am nächsten Montag kommt als zweites Fach Informationstechnik dran und am Mittwoch Mathe. Dann sind für mich die schriftlichen Prüfungen vorbei. Eigentlich gibt es noch eine vierte schriftliche Prüfung, aber die habe ich durch einen Seminarkurs ersetzt. Der Seminarkurs war ein zusätzliches Fach in der zwölften, in dem man “alles” (man lernt schließlich nie alles) über präsentieren und vortragen lernte. Dazu schrieb man eine Seminararbeit über ein vorher ausgemachtes Thema in einer Gruppe von 2-3 Leuten. Unser Thema war: “Wie veränderte die ‘Affäre Günter Guillaume’ das Verhältnis der beiden Bruderstaaten BRD und DDR?” Wie sich unschwer erkennen lässt, war es ein geschichtliches Thema. Die Arbeit hatte letztendlich 57 Seiten und wir bekamen eine Gesamtpunktzahl von 13, was einer 1- entspricht. Diese Note können wir nun für das vierte schriftliche Fach verwenden, was will man mehr? :-)

In einer Woche ist also alles fast vorbei. Klar, es werden noch ein paar Arbeiten geschrieben und das mündliche, welches ich im Fach Computertechnik machen werde, steht auch noch an, aber der große Druck ist weg.

13 Jahre Schule gehen zu Ende, ich glaube, ich vermisse es jetzt schon fast. Wenn ich dran denke, wie viel man während seiner Schulzeit frei und man später nur noch 30 Tage Urlaub hat… *ieks*. Aber zuerst stehen die drei Prüfungen vor der Tür.

Allen Abiturienten wünsche ich viel Glück und ein gutes Gelingen!

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5 Antworten auf Nach 13 Jahren geht es zu Ende

  1. Pingback: Tweets die Nach 13 Jahren geht es zu Ende | Manus Blog erwähnt -- Topsy.com

  2. Matze sagt:

    Naja so schnell wirst du die 30 Tage Urlaub nicht bekommen, da du keinen Beruf hast.
    Wenn du studieren solltest, hast du da relativ viel Freizeit (je nach Hochschule und Studiengang) und bei einer Ausbildung sind die Tage an der Berufsschule auch kein Fulltime-Job. ;)

  3. Manu sagt:

    Deswegen schrieb ich auch später und nicht direkt nach der Schule ;-)

  4. Xooyoo sagt:

    Nur 30 Tage??? Ich hab doch große Probleme den ganzen Urlaub irgendwo reinzuquetschen :D

  5. Pierre sagt:

    lol, du solltest auf jeden Fall studieren. Ich hab praktisch 365 Tage im Jahr Urlaub. :D

    Alles Gute noch für die Prüfungen

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